Pro Single Schweiz: Einpersonenhaushalte und Individualbesteuerung
Pro Single Schweiz, Januar 2026
Pro Single Schweiz begrüsst die Einführung der Individualbesteuerung aus folgenden Gründen:
- 1.4 Millionen Einpersonenhaushalte, das ist mehr als ein Drittel (37.3%) aller Haushalte, können mehrheitlich von der Individualbesteuerung profitieren.
- Mit der Individualbesteuerung wird eine Ungleichheit beseitigt. weil alle Einkommen nach demselben Tarif besteuert werden.
- Zentral ist, dass die Einführung der Individualbesteuerung der Anfang einer wirklichen Gleichstellung der Alleinstehenden mit anderen Zivilständen und Wohnformen bedeutet. Im heutigen System werden unverheiratete, kinderlose Alleinlebende in allen sozial-wirtschaftlichen Bereichen unter dem Deckmantel der Solidarität benachteiligt. Bei den Sozialversicherungen AHV und BVG müssen sie Leistungen mitfinanzieren, die sie nicht beziehen, bei den Steuern werden sie mit einem höheren Tarif bestraft und wenn sie das Zeitliche segnen, wird ihr Nachlass mit Erbschaftssteuern belegt, die bei Familien nicht anfallen.
- Sollten sich die beiden Initiativen der Mitte-Partei «Ja zu fairen AHV-Renten» und «Ja zu fairen Bundessteuern» durchsetzen, könnte es noch viel schlimmer kommen. Das ist der vierte und ebenfalls wichtige Grund, weshalb sich Pro Single Schweiz für die Einführung der Individualbesteuerung einsetzt. Beide Mitte-Forderungen benötigen enorm viel Geld aus der Bundeskasse. Weil fast die Hälfte aller Paare mit Kindern gar keine direkten Bundessteuern bezahlt, liegt es auf der Hand, dass Singles noch mehr zur Kasse gebeten werden.
Sylvia Locher, Präsidentin
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